Häkeln und Stricken mit Bobbel: 6 Tipps für dein erstes Projekt
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Du möchtest zum ersten Mal mit einem Bobbel häkeln oder stricken? Dann wartet ein besonderes Projekt auf dich: Während du Masche für Masche arbeitest, entwickelt sich der Farbverlauf direkt aus dem Garn. Du musst dafür nicht bei jedem Farbwechsel ein neues Knäuel ansetzen.
Damit dir der Einstieg leichter fällt, findest du hier sechs Tipps für die Vorbereitung und das Arbeiten mit Farbverlaufsgarn.
Noch nicht ganz sicher, was ein Bobbel eigentlich ist? In unserem Beitrag „Was ist ein Bobbel? Farbverlaufsgarn einfach erklärt“ erfährst du die Grundlagen.
1. Wähle ein Projekt, das zu dir passt
Für dein erstes Bobbel-Projekt muss es kein aufwendiges Muster sein. Ein Schal oder ein einfaches Tuch können schöne Möglichkeiten sein, das Garn kennenzulernen.
Wähle am besten ein Muster, dessen Maschen du bereits beherrschst. So kannst du dich auf die Fadenführung konzentrieren und beobachten, wie sich die Farben entwickeln.
Auch schlichte Muster können mit einem Farbverlauf eine tolle Wirkung haben. Manchmal braucht es gar nicht viel, damit die Farben zur Geltung kommen.
2. Suche den passenden Bobbel aus
Neben den Farben spielen auch die Fadenzahl und die Lauflänge eine Rolle. Überlege dir deshalb zuerst, was du häkeln oder stricken möchtest und welche Eigenschaften dein fertiges Stück haben soll.
Falls du nach einer Anleitung arbeitest, orientiere dich an den dort genannten Garnangaben. Eine andere Garnstärke kann die Größe und das Aussehen deines Projekts verändern.
Wie viel Garn du benötigst, lässt sich nicht pauschal sagen. Der Verbrauch hängt unter anderem von der Größe, dem Muster, der Nadelstärke und deiner persönlichen Häkel- oder Strickweise ab. Plane den Garnbedarf deshalb vor dem Start möglichst anhand deiner Anleitung und einer Maschenprobe.
3. Überlege dir, wie dein Farbverlauf beginnen soll
Bei einem Bobbel kannst du häufig von innen oder von außen beginnen. Dadurch entscheidest du, welche Farbe zuerst in deinem Projekt erscheint. Es gibt auch Ausnahmen, wie z.B. unsere mehrteiligen Deckenbobbel. Sie werden aufgrund ihrer großen Lauflänge auf mehrere Bobbel aufgeteilt. Dabei werden sie fortlaufend nummeriert und müssen in der angegebenen Reihenfolge, beginnend mit „Bobbel 1“, jeweils von innen nach außen verarbeitet werden. Nur so geht der Farbverlauf nahtlos von einem Bobbel in den nächsten über, als würde man mit einem einzigen Bobbel arbeiten.
Schau dir die Farben vor dem Start an: Welche möchtest du beispielsweise am Hals eines Tuchs tragen, welche soll später am Rand liegen?
Wie breit die einzelnen Farbbereiche im fertigen Stück werden, hängt auch von der Form deines Projekts ab. Bei einem größer werdenden Dreieckstuch benötigen die späteren Reihen mehr Garn als die ersten. Die Farbbereiche müssen deshalb nicht überall gleich breit aussehen. Genau das macht jedes Projekt spannend.
4. Nimm dir Zeit für eine kleine Maschenprobe
Die passende Häkel- oder Stricknadel richtet sich nicht nur nach dem Garn, sondern auch danach, wie fest oder locker du häkelst oder strickst und welches Maschenbild du möchtest.
Mit einer kleinen Probe merkst du schnell, ob dir das Ergebnis gefällt. Ist es zu fest, kann eine größere Nadel helfen. Wirkt es zu locker, probiere eine kleinere aus.
Bei Projekten, die eine bestimmte Größe erreichen sollen, ist die Maschenprobe besonders wichtig. Sie hilft dir, die Angaben deiner Anleitung mit deiner eigenen Häkel- oder Strickweise abzugleichen.
5. Achte darauf, alle Fäden mitzunehmen
Bei gefachtem Garn liegen mehrere einzelne Fäden nebeneinander, ohne miteinander verzwirnt zu sein. Falls du bisher hauptsächlich mit verzwirntem Garn gehäkelt oder gestrickt hast, kann sich das zunächst ungewohnt anfühlen.
Häkle oder stricke am Anfang etwas langsamer und achte darauf, mit der Nadel alle Einzelfäden zu erfassen. Kontrolliere zwischendurch dein Maschenbild. Ein übersehener Faden lässt sich leichter korrigieren, wenn du ihn früh bemerkst.
Stecke deine Häkel- oder Stricknadel in Arbeitspausen nicht in den Bobbel. Dabei können einzelne Fäden beschädigt werden oder sich beim späteren Abwickeln verhaken. Lege die Nadeln lieber neben dein Projekt und achte darauf, dass der Bobbel während der Arbeit sicher liegt und das Garn frei nachlaufen kann.
Mit etwas Übung findest du deinen eigenen Rhythmus.
6. Behandle Farbwechsel und Fadenenden sorgfältig
Bei gefachten Farbverlaufsbobbeln wechseln die einzelnen Fäden nacheinander ihre Farbe. An diesen Übergängen findest Du kleine Knötchen.
Schneide sichtbare Fadenenden nicht vorschnell ab. Es wäre schade, wenn sich dadurch die Verbindung löst. Wir lassen die Fadenenden deshalb bewusst etwas länger. So kannst du sie beim Stricken oder Häkeln mit einarbeiten oder später sorgfältig vernähen. Ein sorgfältig behandelter Übergang hilft dabei, dass du lange Freude an deinem fertigen Stück hast.
Dein erstes Bobbel-Projekt darf einfach sein
Du musst nicht gleich ein großes oder kompliziertes Projekt beginnen. Ein vertrautes Muster, ein Farbverlauf, der dir gefällt, und ein wenig Geduld sind ein schöner Start.
Lass dir Zeit, lerne das Garn kennen und freue dich daran, wie sich die Farben mit jeder Reihe verändern. Genau darin liegt für viele der besondere Reiz beim Häkeln und Stricken mit Bobbel.
Welcher Farbverlauf passt zu deiner nächsten Idee? Entdecke unsere